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Bose TriPort IE - eine Rückblende 🇩🇪

In das Hobby Hi-Fi, Musik Hören und insbesondere Lautsprecher bin ich recht spät eingestiegen (ich war schon am Anfang der Mittelstufe des Gymnasiums) und hatte davor eigentlich kaum Interesse daran.
Der erste Kopfhörer, den ich mir ein paar Jahre später, Anfang der Oberstufe dann ohne Ansprüche gekauft habe, war der Sennheiser PX 100, den ich heute noch nach gut 11 Jahren besitze (obgleich sein Zustand nicht mehr der beste ist).

Etwa ein Jahr später kaufte ich mir, fehlgeleitet von Bewertungen in „Fachmagazinen”, im lokalen Elektromarkt für 98€ den Bose TriPort IE (Link). Um es vorweg zu nehmen: ich war froh, ihn ein paar Jahre später für 39,10€ inklusive Versand trotz repariertem Kabelbruch jemandem verkaufen zu können, dem der Klang sogar gefiel.


Optisch fand und finde ich den Bose sehr ansprechend und elegant; das schwarz-weiß gewendelte Muster auf dem Kabel ist natürlich Geschmacksache, jedoch auch ein Wiedererkennungsmerkmal.

Das Kabel war auch recht weich, dafür jedoch auch gar nicht gegen Kabelbruch geschützt, wodurch ich bereits nach kurzer Zeit einen Kabelbruch am Y-Splitter hatte, trotz pfleglichen Umgangs und Aufbewahrung im mitgelieferten Etui. Bis heute ist der Bose übrigens auch der erste und einzige meiner Kopfhörer, bei dem ich mich an einen Kabelbruch bei der Benutzung erinnern kann.

Die weichen Silikon-Aufsätze fand ich schon immer angenehm zu tragen, zumal sie bereits nach kurzer Zeit kaum noch zu spüren waren, trotz des nicht unbedingt geringen Gewichts der Earbuds. Leider hatten diese jedoch den Nachteil, nicht sonderlich fest zu sitzen, wodurch es schon mal vorkam, dass ich hin und wieder mal einen beim Verstauen verlor, jedoch immer wiederfand.


Klanglich konnte mich der Bose schon damals, als ich noch keine wirklichen Ansprüche an den Klang hatte, nicht überzeugen; so konnte ich keinen klanglichen Mehrwert zu meinem Sennheiser feststellen, trotz des dreifachen Preises. Ganz ehrlich gesprochen gefiel (und gefällt) mir der PX 100 besser als der Bose, dessen stark überbetonter Bass doch sehr stark wummert und dröhnt, doch redete ich mir immer wieder ein, der Bose müsse doch gut klingen, wurde er doch von allen Test-Zeitschriften und Magazinen so hoch gelobt. So richtig wollte mir dies jedoch nicht gelingen, trotzdem nutzte ich ihn; den irgendwann in der Anfangszeit auftretenden Kabelbruch konnte ich notdürftig ohne Eingriffe von Innen reparieren, was man auch auf dem obigen Bild, das ich auf meiner Festplatte gefunden hatte, erkennen kann.

Erst recht heute empfinde ich den Preis des Bose als klar überteuert in seinem Preisbereich angesichts der klanglichen Leistung, zumal andere Kopfhörer im gleichen Preisbereich deutlich bessere Ergebnisse liefern und wesentlich günstigere In-Ears, die auch nicht unbedingt für ihren guten Klang bekannt sind, auf Augenhöhe des Bose spielen.
Beim Bose TriPort IE zahlt man eben einen nicht gerade geringen Aufpreis für den Namen und das Marketing - klar, das tut man auch bei anderen Kopfhörern im Hochpreissegment, jedoch befinden sich all diese im Gegensatz zum Bose in etwa auf dem gleichen klanglichen Niveau wie die sich in den gleichen Preisgefilden befindenden Konkurrenzprodukte.


Nur das Design und der Komfort kann ich am Bose als positiv bewerten; der, dumpfe, dröhnende, höhenarme, undifferenzierte Klang ist jedoch deutlich unterhalb des Preises angesiedelt.

Behalten habe ich dann doch noch etwas vom Bose, nämlich das weiche, innen gepolsterte Kunstleder-Etui, das meinen Leckerton UHA-6S und später UHA-6S.MKII (den nun serienmäßig mitgelieferten Aufbewahrungsbeutel gab in den ersten Jahren noch nicht) im mobilen Betrieb und und beim Nicht-Benutzen schützt.