Translate

Chris' Best of 2016 - die Lounge-Awards zum Jahresende 🇩🇪



Das Jahr 2016 neigt sich langsam dem Ende und wie viele andere Seiten auch und im letzten Jahr möchte ich der Tradition folgen, gegen Jahresende die besten Produkte aus meinem eigenen Bestand und aus den diesjährig getesteten Modellen zu ehren.
Hier küre ich, in Kategorien zusammengefasst, meine persönlichen Lieblinge.



Gliederung:
  • Earbuds
  • In-Ears, dynamisch
  • In-Ears, Balanced Armature
  • In-Ears, hybrid
  • Bügelkopfhörer
  • DAPs
  • Kopfhörer-DACs
  • Kopfhörerverstärker/DAC-Amps
  • Portable Lautsprecher
  • Bluetooth
  • Zubehör




Earbuds, bis 50€:



Die MrZ Tomahawk Earbuds habe ich irgendwann in der frühen ersten Hälfte dieses Jahres gekauft. In Deutschland sind die Ohrhörer nach meinem Wissen nicht erhältlich, weshalb ich sie aus China von der Webseite "AliExpress", eine Art chinesisches Amazon, bestellen musste.
Je nach Sitz ist der Klang ausgewogen bis badewannig, mit einer sehr großen und recht präzisen Bühne und einer guten Detailauflösung. Ein dreieckiges Aufbewahrungsetui befindet sich ebenfalls im Lieferumfang der aus Aluminium gefertigten Earbuds mit Kunststoff-Teil auf der Seite des Schallaustrittes.


Review: Ein kurzes Review hatte ich in Planung, bin es bis jetzt aber noch nicht angegangen.


Earbuds, über 50€:

Die Shozy Cygnus Earbuds besitzen nicht nur ein sehr ansprechendes Design in Verbindung mit einem sehr hochwertigen und flexiblen Kabel mit einem schönen Klinkenstecker, sondern klingen auch überraschend gut.
Als jemand, der Earbuds zwar mag, aber nicht unbedingt als ernsthafte Alternative zu In-Ears ansieht, konnte mich der Cygnus recht positiv überraschen, denn seine Abstimmung und sein technisches Niveau sind durchaus ernsthaft Musik-tauglich, weshalb ich den Ohrhörer in meinem Review auch unter anderem mit einem preislich ähnlich gesetzten In-Ear verglichen habe.


Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/05/Shozy-Cygnus.html

Amazon: http://amzn.to/2gynQkv




In-Ears, dynamisch, bis 100€:

Zu meinen All-Time-Favourites ungeachtet des Preises gehört definitiv der Fidue A65, wobei ich jedoch definitiv nicht andeuten möchte, dass er mit wesentlich teuren In-Ears mithalten könnte, wie es insbesondere bei manchen In-Ears insbesondere in amerikanischen Kopfhörer-Foren der Fall ist.
Der A65 ist ein moderat bassbetont und im Hochton etwas dunkel abgestimmter In-Ear, der aber insgesamt ausgewogen und natürlich klingt. Unebenheiten wie plötzliche Senken oder Betonungsspitzen besitzt er nicht, sondern klingt sehr harmonisch, einhergehend mit einem recht schnellen und kontrollierten Bass sowie einer kleinen, aber sehr präzisen Bühne.


Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2015/12/Fidue-A65.html

Amazon: http://amzn.to/2g5EdXj



In-Ears, dynamisch, bis 200€:

And the (clear) winner is: ... Still the LEAR LHF-AE1d.
Was Tatco Ma hier geschaffen hat, ist klanglich ganz großes Kino. Der dynamische LHF-AE1d besitzt eine kleine Schraube im Gehäuse, welche die Tonalität von "relaxt neutral" bis "stark basslastig" reichen lässt. Die Detailauflösung ist richtig gut und der LEAR schlägt hier andere dynamische Konstrukte im gleichen Preisbereich mühelos, bei einem gleichzeitig sehr natürlichen Klangbild und einer guten Räumlichkeit.
Ganz ehrlich, der LHF-AE1d klingt nicht nur richtig gut, sondern ist auch noch toll verarbeitet und enorm vielseitig. Was Tatco hier für lediglich um die 200€ an In-Eears liefert, ist erstaunlich und die In-Ears bieten für den Preis einen wirklich sehr guten Gegenwert für's Geld.
Kurzum: ich liebe die Präsentation dieser In-Ears und habe die Bass-Schraube in etwa in der Werkseinstellung belassen. Tatco, you're a genius and deserve my full respect.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/10/LEAR-AE1d.html



In-Ears, dynamisch, bis 200€:


Natürlichkeit will dieser In-Ear nicht wirklich darstellen. Und tonal ausgewogen oder neutral ist er schon mal gar nicht. Nein, der Echobox Audio Finder X1, der dieses Jahr den silbernen Award in seiner Kategorie gewinnt, ist eine reine Spaßmaschine mit einer stark badewannigen, U-förmigen Abstimmung mit einem sehr präsentem Tiefbass, jedoch weniger betontom Midbass und Kickbass, in Verbindung mit einem prominenten Hochton.
Technisch schlägt er sich auch gut und besitzt kleine, aus Titan CNC-gefräste Gehäuse.

Leider verzögert sich der Versand des Explorer X1 Audio-Players derselben Firma, den ich etwa zu dieser Zeit letztes Jahr auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo vorbestellt habe, erneut, weshalb dieser wohl nicht vor dem ersten Quartal 2017 seinen Weg zu mir findet (vielleicht widme ich ihm dann auch ein Review - mal sehen).


Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/03/Finder-X1.html







 
In-Ears, dynamisch, bis 300€:

In dieser Kategorie gewinnt der LEAR NS-U1. Der In-Ear besitzt ein sehr interessantes Konzept, denn je Seite befinden sich zwei dynamische 6 mm Micro-Treiber, von denen je Schalter-Stellung am Kabel einer oder beide Musik wiedergeben. Anders, als man annehmen könnte, fügt der zweite Treiber dem Klang nicht etwa eine Extraportion Bass hinzu, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern ist etwas, das ein sehr interessantes und neues Konzept bei In-Ears ist. Dieser zweite Treiber nämlich spielt durch ein genau berechnetes Schallkanal-System etwas zeitverzögert und implementiert somit doch tatsächlich akustisches Crossfeed, welches zu meiner Überraschung gut funktioniert und nach längerer Zeit für weniger geistige Ermüdung beim Hören von Musik sorgt.
Empfehlenswert ist meiner Meinung nach das optionale NSC03 Kabel, mit dem man die Intensität des Crossfeeds nach den eigenen Vorlieben anpassen und auch den Bass herunterregeln kann, wodurch der In-Ear sogar recht neutral klingen kann, wenn man denn will.
Aber Achtung: der NS-U1 eignet sich nur für Menschen mit großen Ohrmuscheln.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/04/LEAR-NSU1.html



In-Ears, dynamisch, über 500€:

Hätte ich ihn hier auf meinem Blog getestet, wäre es noch immer der Sennheiser IE 800, eine Spaß-Maschine auf hohem Niveau, denn kein anderer dynamischer In-Ear in diesem Preisbereich hat seitdem Einzug bei mir gefunden.
Tonal eine klare Badewanne mit angehobenem Tief- und Midbass sowie Hochton. Natürlichkeit ist nicht seine Stärke, aber die will er meiner Ansicht nach auch gar nicht anstreben. Die Detailauflösung ist richtig gut und für einen dynamischen In-Ear spielt er präzise als auch schnell, wenngleich er nicht die Geschwindigkeit von sehr guten Multi-BA In-Ears erreicht.
Die Bühne ist breit und seitlich fein gestaffelt, könnte jedoch mehr Tiefe vertragen - hier besitzt sie in meinen Ohren von den Proportionen eine gewisse Ähnlichkeit mit der des HD 800.
Mobil macht der IE 800 Spaß und dafür verwende ich ihn auch ab und zu.
Was mich jedoch enorm an ihm stört, ist das kurze und billig wirkende Kabel, das einfach nur fragil wirkt.

Review: Ein Review habe ich dem IE 800 bereits gewidmet, doch anderweitig. Sollte ich es irgendwann mal etwas anpassen, findet es auch den Weg hierher.

Amazon: http://amzn.to/1mE1Je6



In-Ears, Balanced Armature, bis 50€:

Hier muss ich nicht lange um den heißen Brei herum reden, der Gewinner ist für mich ganz klar der MEElectronics/MEEaudio A151 in der zweiten Generation. Tonal klar an den originalen A151 angelehnt, jedoch mit etwas mehr unterem Hochton, stellt der "neue" MEE ein klares Upgrade gegenüber der ersten Generation dar und punktet mit einem präzisen, räumlichen, detailreichen Klangbild, das meinen Liebling für den Sport, den UE600vi, technisch deklassiert.






Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/10/MeElectronics-A151-2nd-gen.html


In-Ears, Balanced Armature, bis 50€:


Der Silber-Award in dieser Kategorie geht an den Earmax ER580. Der chinesische In-Ear ist mit knapp 30€ sehr günstig für einen Single-BA In-Ear, enttäuscht auf der technischen Seite aber nicht und kann mit dem Logitech/Ultimate Ears EU600 (ehemals als Super.Fi 5 bekannt) mithalten, ja diesen gar in manchen Kategorien etwas übertreffen. Selbst ein Aufbewahrungsetui ist im Lieferumfang enthalten. Einziger Mangel: der In-Ear besitzt nicht den besten Tiefgang und beginnt im Midbass, abzurollen.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2015/12/Earmax-580.html


In-Ears, Balanced Armature, bis 100€:

Photo 5 of 61Die Apple DualDriver In-Ears gewinnen für mich in dieser Kategorie noch immer. Klanglich richtig stark und höher auflösend als die meisten Single-Driver In-Ears mit Balanced Armature Wandlern, spielt der Apple ausgewogen-dunkel-bassig (ein tiefer Sitz ist dafür unumgänglich) und präzise. Ganz so kohärent wie die meisten Single-Driver sind die ADDIEMs nicht, bieten für den Preis jedoch einen richtig guten Gegenwert für das Geld.
Ein ausführlicherer Test auf meiner Seite folgt vielleicht irgendwann mal.

Review:
 Ein Review existiert, doch nicht hier. Vielleicht passe ich es etwas an (meine damaligen Höreindrücke entstanden bei geringer Einsetz-Tiefe und variieren daher) und veröffentliche es anschließend.

Amazon: http://amzn.to/1J8uGJa


In-Ears, Balanced Armature, bis 200€:

Die PaiAudio MR3 In-Ears waren hier für mich wohl eine der größten Überraschungen des letzten Jahres und stellen hier noch immer eine Referenz dar: die Exoten sind Triple-Driver in Zwei-Wege Konfiguration und spielen tonal relativ neutral/ausgewogen, mit etwas mehr Hochton. Von der Abstimmung erinnern mich die In-Ears daher auch an einen minimal wärmeren UERM mit einem Hauch mehr Kickbass und einem weniger scharfen Hochton.
Die räumliche Darstellung ist sehr gelungen und in Sachen Detailauflösung übertrifft der MR3 den Shure SE425, bei einem geringeren Preis.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/09/PaiAudio-MR3.html


In-Ears, Balanced Armature, bis 300€:



Etymotic Research ER•4S nennt sich der Gewinner in dieser Kategorie. Die ER•4S sind Single-Driver In-Ears und eines der ältesten Modelle, das auf Balanced Armature Technologie setzt. Enorm neutral sowie "leblos" abgestimmt und bei einer Performance, welche diejenige mancher Dual-Driver übertrifft, stellen die ER•4S In-Ears von der reinen Abstimmung meine persönlichen Lieblinge aus all meinen Modellen dar, obwohl ich technisch bessere Exemplare besitze.
Neutral, kohärent, professionell.

In diesem Jahr habe ich auch endlich mein vor Monaten angefangenes Review vollendet, um meinen liebsten In-Ears endlich auch die nötige Ehre zu erweisen.
Mittlerweile wurde die seit Jahren kaum verändert hergestellte ER•4 Reihe durch neue Modelle ersetzt, die klanglich aber trotz anderer Treiber fast identisch klingen sollen und noch ein kleinwenig näher an die Diffusfeld-Referenzkurve herankommen.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/06/ER-4S.html


Amazon: http://amzn.to/1mE1Vdg


In-Ears, Balanced Armature, bis 400€:

Ein gut klingender maßgefertigter In-Ear aus Europa muss zwangsläufig teuer sein und ist nicht für weniger als 500€ zu haben, richtig? Falsch! Dass man für etwas mehr als 300€ einen maßgefertigten In-Ear aus Acryl bekommt, der in Sachen Verarbeitung teuren Modellen in nichts hinterher steht und auch technisch überzeugt, zeigt das junge polnische Unternehmen "Custom Art".
Der mitreißend aber noch immer natürlich abgestimmte Custom Art Ei.3 besitzt je Seite drei Balanced Armature Treiber in drei-Wege-Konfiguration und bietet eine Menge Klang fürs Geld, womit er bei den CIEMs in diesem Preisbereich ziemlich konkurrenzlos ist, denn die meisten Einstiegs-Modelle von anderen Herstellern maßgefertigter In-Ears kosten mehr und sind dem Ei.3 technisch dabei unterlegen.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/12/Custom-Art-Ei3-Review.html


In-Ears, Balanced Armature, bis 400€:



Den Silber-Award gewinnt in dieser Kategorie der Audio Technica ATH-IM03. Tonal ist er mit dem Custom Art sehr vergleichbar, mit einer geringfügig stärker ausgeprägten Badewannenabstimmung. Dabei kann er mit einem festen und trockenen Bass sowie mit einer recht großen und präzisen Bühne mit einer guten Tiefendarstellung auftrumpfen. Auch wenn der Audio Technica besser auflöst als der Ei.3 und sich technisch auf einem noch etwas höheren Niveau bewegt, reicht es am Ende leider nur für den Silber-Award, denn der Audio Technica besitzt mit den Standard-Aufsätzen in meinen großen Ohren mit ebenfalls großen Gehörgängen leider nicht den besten Sitz und ich kann nur mit einiger Fummelei eine gute Abdichtung mit ihm erreichen, die auch nur mit Vorsicht beibehalten werden kann.

Ein Review habe ich bis jetzt nicht verfasst, jedoch ein paar Eindrücke niedergeschrieben.

Eindrücke: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/03/Ching-Chang-Chong.html

 
In-Ears, Balanced Armature, bis 400€:

Bronze holt sich der InEar StageDiver SD-2, der bei den ziemlich neutralen In-Ears definitiv zu
meinen Lieblingen in seiner Preisklasse zählt und neben dem realistischen Klang insbesondere auch durch eine sehr bequeme Gehäuse-Form punkten kann, denn dass der In-Ear von InEar bei den meisten Menschen so gut sitzt, hängt damit zusammen, dass seine Form dem Mittelwert aus zahlreichen Ohr-Abformungen entsprungen ist.
Verarbeitungs-technisch gibt es am SD-2 definitiv nichts zu beanstanden, sondern man bekommt einen sehr hochwertigen und stabilen In-Ear, der sich keineswegs vor maßgefertigten und universellen Modellen jenseits der 1000€-Grenze verstecken muss, was die Materialanmutung und Verarbeitung betrifft.
Tonal ist er weitestgehend neutral, mit geringfügig mehr Bassquantität, etwas breitbandig gestreuter Wärme im Grundton und den unteren Mitten, sowie einem sanften, etwas zurückgesetzten, aber sehr ebenmäßigen Hochton. Für einen Dual-BA In-Ear löst er auch ziemlich hoch auf und klingt insbesondere sehr authentisch und realistisch, was er mitunter auch seiner sehr gelungenen und dreidimensionalen Bühnendarstellung zu verdanken hat. Diese Räumlichkeit und Authentizität sind es auch, die mich seinen (für Balanced Armature-Verhältnisse, denn der großen Mehrheit an In-Ears mit dynamischem Tieftöner ist er noch immer überlegen) relativ weichen Bassbereich verzeihen lassen.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2015/10/InEar-SD2.html



In-Ears, Balanced Armature, bis 1000€:

Ein sehr überzeugender Multi-BA In-Ear in diesem Jahr war für mich der Noble Audio SAVANNA.Der In-Ear mit vier Balanced Armature Treibern je Seite in drei-Wege-Konfiguration ist ehr neutral abgestimmt und besitzt einen extrem gleichmäßigen Hochton, den ich nur von sehr wenigen In-Ears kenne, für die ich nicht einmal eine Hand zum Abzählen brauche (im Hochton ist der Noble definitiv natürlicher und gleichmäßiger als mein UERM). Garniert wird das Ganze mit einer (sehr) hohen Detailauflösung, einer recht großen und präzisen Bühne und schließlich einem umfangreichen Zubehörpaket und einer schönen Optik.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/09/Noble-SAVANNA.html


In-Ears, Balanced Armature, über 1000€:

Photo 3 of 61Neuerungen gab es in meinem Inventar in diesem Preisbereich in diesem Jahr entgegen von ein paar Plänen, deren Fokus sich dann aber auf andere Dinge verlagerte, nicht, weshalb noch immer der UERM hier der Sieger ist und dem ich dieses Jahr endlich auch ein Review gewidmet habe.
Mit den Ultimate Ears Reference Monitors, welche mittlerweile nicht mehr produziert werden, habe ich den ersten Schritt in die Richtung von maßgefertigten In-Ears gewagt.
Klanglich recht neutral (wenngleich nicht ganz so neutral wie die ER-4S von Etymotic), mit lediglich minimal mehr Grundtonwärme und einer leichten Senke in den mittleren sowie einem Peak in den oberen Höhen besitzen die UERM eine sehr hohe Detailauflösung mit einer hohen Authentizität als auch räumlich präzisen und holographischen Bühne.

Review:
 http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/10/UERM.html



In-Ears, hybrid, bis 200€:

Eine positive Überraschung stellte definitiv der AAW Nebula 2 dar.
Technisch überzeugend kommt er in einem schwarzen Metall-Gewand daher und besitzt einen bassstarken Klang mit einem recht gleichmäßigen und bis auf die oberen Höhen nicht betonten, sondern sanften Hochton. Abstriche muss man jedoch in Sachen Geräuschisolation machen, denn diese stellt beim In-Ear aus Singapur sehr schwach aus, weshalb er sich nicht für eine laute Umgebung eignet.
Auch wenn ich den Fidue A73 persönlich tonal bevorzuge (der AAW besitzt etwas zu viel Oberbass für meinen Geschmack), muss ich doch zugeben, dass der Nebula 2 auf der technischen Seite dem chinesischen In-Ear überlegen ist und den qualitativ besseren Bass besitzt und auch insgesamt etwas besser auflöst.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/11/AAW-Nebula-2-Review.html





In-Ears, hybrid, bis 200€:

Sehr überzeugen kann der Fidue A73 mich noch immer, der dieses Jahr einen silbernen Lounge-Award abräumt.
Klanglich ist er tonal eine Badewanne mit einem warmen, gleichmäßig angehobenem Bassfundament sowie einem betonten unteren und oberen Hochton mit einer ausgleichenden Senke in den mittleren Höhen.
Der Klang st kontrolliert, präzise und vereint die besten Eigenschaften aus der dynamischen und Balanced Armature Welt.
Mir macht der Kleine richtig viel Spaß und ist in seiner Preisklasse mein persönlicher Favorit.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/09/Fidue-A73.html

Amazon: http://amzn.to/1mE21Sh



In-Ears, hybrid, bis 500€:



Die Idee, dass man den Klang eines In-Ears durch akustische Filter individuell seinen persönlichen Vorlieben anpassen kann, ist definitiv nicht neu, aber in der Regel befinden sich nicht mehr als drei Filter im Lieferumfang eines solchen In-Ears. Auf die Spitze treibt dies der FLC Technology FLC8s, der an drei Stellen Filtereinsätze besitzt, bei denen durch Kombinieren sage und schreibe 36 (!) unterschiedliche klangliche Abstimmungen von einem neutralen über einen Tiefbass-fokussierten, badewannigen oder mittenbetonten Klang möglich werden.
Technisch muss sich der In-Ear definitiv auch keine Blöße geben und ist bis vielleicht 700€ nach meinem Empfinden der qualitativ beste hybride In-Ear mit einer sehr gut separierten Bühne und einer Mitteltonauflösung, die hier sogar meinen UERM übertrifft, der in diesem Teilbereich bisher meine Referenz war (insgesamt ist der UE aber, abgesehen vom Mittelton, doch der technisch bessere In-Ear). À propos Ultimate Ears: bevor der Entwickler des FLC8s, Forrest Wei, seine eigene kleine Firma gründete, entwickelte er unter anderem für Ultimate Ears In-Ears und war auch bei anderen bekannten Firmen angestellt.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/03/FLC8s.html


In-Ears, hybrid, bis 500€:


iBasso Audio war bis jetzt definitiv nicht für In-Ears bekannt, sondern eher für portable Kopfhörerverstärker und digitale Audio-Player. Dass sich auf der alten Website ein "Heaphones" betitelter Tab befand, war aber wohl ein Zeichen dafür, dass sich seit einer gewissen Zeit etwas in der Entwicklung befand.
Und so war es letztlich auch und der iBasso IT03 ist der erste In-Ear der chinesischen Firma, der vor einigen Monaten vorgestellt wurde und nach einigen Verzögerungen durch sich nicht erfüllende Qualitätsstandards der ersten Fabrik, dem Wechsel zu einer anderen und der Entwicklung eines eigenen Kabels nun endlich auf dem Markt ist.
Der iBasso besitzt einen kräftigen Tiefbass, etwas betonte obere Mitten und einen ziemlich gleichmäßigen Hochton. Technisch kann er überzeugen und ist mit seinen 260$ auch preislich sehr fair gestaltet, so schlägt er etwa den UPQ Q-music QE80, den ich eigentlich an dieser Stelle in meinem Ranking sah - bis dann der IT03 kam.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/10/iBasso-IT03.html


In-Ears, hybrid, bis 500€:

Der Bronze-Award in dieser Kategorie geht an den UPQ Q-music QE80, die etwas günstigere OEM-Version des Fidue A83.
Klanglich geht der UPQ definitiv in die helle Richtung und man sollte eher nicht zu ihm greifen, wenn man keinen gleichmäßig betonten Hochton mag. Ich persönlich mag ihn jedoch und empfinde den Hochton auch als gleichmäßig sowie nicht nervig. Als günstigere aber klanglich identische Alternative zum Fidue A83 kann ich den türkisen In-Ear definitiv empfehlen, denn lediglich der Lieferumfang des UPQ wurde reduziert.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/04/UPQ-QE80.html


Amazon: http://amzn.to/2gLyVkR


In-Ears, hybrid, bis 1000€:

Klanglich konnte er mich definitiv überzeugen, der Fidue A91 SIRIUS.
Fidues hybrides Flaggschiff besitzt fünf Treiber (1x dynamisch, 4x BA), die in einer fünf-Wege-Konfiguration durch drei kleine Schallaustritte im Schallröhrchen spielen. Tonal spielt der SIRIUS so ziemlich, wie ich mir ein nicht neutral abgestimmtes Flaggschiff vorstelle und es mir wünsche: der Klang besitzt eine sehr gute Balance zwischen tonaler Ausgewogenheit, Natürlichkeit und etwas Spaß. Der Mittelton ist in meinen Ohren natürlich (und besitzt eine kleine Betonung von weiblichen Stimmen), der Bassbereich etwas angehoben, aber der Klang nicht bassig, und der Hochton ist gleichmäßig ein wenig angehoben, ohne wirklich hell oder künstlich zu klingen. Gepaart mit der hohen Detailauflösung, dem detaillierten und schnellen Bass sowie der großen und recht präzisen Bühne sorgt dies für einen harmonischen Gesamteindruck.
Nur die Gehäuseform mit den kurzen Schallröhrchen und nicht wirklich großen Silikonaufsätzen sorgt gegebenenfalls, je nach Ohranatomie, für einen mäßigen Tragekomfort, weshalb das korrekte Einsetzen des SIRIUS bei mir leider eine solche Frickelei wie beim ATH-IM03 ist.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/07/Fidue-SIRIUS.html

Amazon: http://amzn.to/2ar1O2Q




Bügelkopfhörer, bis 50€:

In dieser Kategorie hat sich nichts verändert, denn der Koss Porta Pro ist hier meiner Meinung nach fehl am Platz.
Der Superlux HD681 war einer der am meisten gehypeten Kopfhörer aus dem Billig-Segment in der letzten Zeit. "Bei einem Preis von um die 20€ kannste nix falsch machen", dachte ich mir und holte mir auch einen dieser Billigheimer.
Zwar spielt er etwas verfärbt und ist im Hochton auch ein wenig aufdringlich, doch wäre ich selbst bereit, klanglich für das Gebotene locker zwischen 60 bis 100€ auszugeben (bei einem natürlicheren Hochton auch ein wenig mehr).
Somit ist der Superlux für den Preis ein richtig guter Kopfhörer, dem es etwas an Feinschliff fehlt. Für gerade einmal 20€ erhält man mit dem HD681 einen sehr soliden Kopfhörer, und auch der Superlux HD668B, dem ich dieses Jahr ein Review gewidmet habe, ist ein guter Kandidat und wird mit dem silbernen Lounge-Award ausgezeichnet.

Review:
 noch nicht vorhanden und auch nicht wirklich in Planung

Amazon: http://amzn.to/1J8uRE6


Bügelkopfhörer, bis 100€:




Dieses Jahr gab es einige neue und ältere asiatische Kopfhörer, die mich durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis überzeugen konnten. Einer davon war der 1More MK801, ein dynamischer Bügelkopfhörer, bei dem ich mir nicht so sicher bin, ob er eigentlich noch ein Over-Ear ist, oder eher als On-Ear durchgehen könnte. Auf meinen großen Ohrmuscheln ist der Sitz zumindest eine hybride Form aus beiden Bauweisen, ohne jedoch unkomfortabel zu sein.
Tonal erinnert er mich recht merklich an meinen Sennheiser Amperior, besitzt also einen angehobenen als auch präsenten Kickbass und klingt im Grundton eher warm, besitzt jedoch den dunkleren und etwas zurückhaltenderen Hochton. Seine Detailauflösung ist gut und er muss sich nicht hinter dem Sennheiser verstecken, wenngleich dieser insgesamt doch das Rennen macht, wobei man definitiv nicht sagen kann, dass der deutsche Kopfhörer deutlich besser wäre, denn der qualitative Unterschied fällt eher gering bis moderat aus.
Achtung: der Kopfhörer lässt sich nicht zusammenklappen und was nach Scharnieren aussieht, dient nur der Zier.


Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/01/1MORE-OverEars.html


Amazon: http://amzn.to/2guCh7C






Bügelkopfhörer, bis 200€:


Tonal lässt sich der Audio Technica ATH-MSR7 gar nicht so einfach einordnen - er erscheint zugleich neutral und gesoundet; klingt zugleich hell und entspannt.
Im Bassbereich, der linear sehr tief hinunter reicht, ist der ATH-MSR7 betonungsfrei. Im Stimmbereich spielt er er etwas auf der hellen Seite - dies liegt daran, dass er im unteren Stimmbereich/oberen Grundton eine Senke aufweist und zugleich in den oberen Mitten etwas betont ist. Im oberen Hochton besitzt er eine moderate Betonung, die ihn auch etwas hell klingen lässt, gleichzeitig nervt er aber nie im Hochton, da die Senke in den mittleren Höhen gleichzeitig für Headroom sorgt und den Klang entspannt werden lässt.
In sich klingt das für mich stimmig und der Audio Technica geht gleichzeitig in die neutrale Richtung und irgendwie auch nicht.
Trotz seiner geschlossenen Bauweise ist die Bühnendarstellung ordentlich - nicht unbedingt wirklich groß, jedoch genau positioniert und gut getrennt.
Der Kopfhörer besitzt viele Pro-Argumente, aber eine Sache kann er nicht: Trompeten realistisch wiedergeben. Diese klingen nämlich nach einem Quietschen/Quäken statt nach Trompeten. Man merke sich also: der ATH-MSR7 ist ein sehr interessanter und guter Kopfhörer, den man meiner Meinung nach einmal gehört haben sollte, eignet sich aber eher nicht für Menschen, die viel akustische Musik (insbesondere mit Trompeten) hören möchten.

Review:
geplant, aber noch nicht begonnen

Amazon: http://amzn.to/2fBmRhl


Bügelkopfhörer, bis 500€:




Nicht immer will man einen ausgewogenen oder gar neutralen Klang. Manchmal soll's so richtig krachen und Spaß machen. Ein Kopfhörer mit einer Badewannenabstimmung, also einem angehobenem Bass- und Hochtonbereich, passt hierbei sehr gut.
Ein solcher Kopfhörer ist der Fostex x Massdrop TH-X00 Mahagoni.
In den hölzernen Muscheln kommen die beliebten Biocellulose-Treiber von Foster Electric, wie Fostex eigentlich heißt, zum Einsatz, die auch Verwendung in Fostex' anderen Kopfhörern finden. Zusammen mit der Gruppenbestellungs-Plattform Massdrop kam dann eine interessante Kollaboration zustande, die den TH-X00 hervor brachte, welcher als verbesserter TH-600 beschrieben wird (jenen habe ich nie selbst gehört, kann dies also weder dementieren noch bestätigen).
Eins ist gewiss - der Kopfhörer ist ganz ungeniert  auf "Fun" getrimmt vermittelt, badewannig abgestimmt und bietet eine Menge Hörspaß mit einem (sehr) kräftigen, aber kontrollierten Bassbereich und einer für einen geschlosenen Kopfhörer ziemlich überzeugenden Bühnendarstellung (zum Einsatz in aach nur mäßig lauter Umgebung eignet er sich aber nicht, denn er isoliert ziemlich schlecht), gepaart mit einem angehobenen oberen Hochton/beginnenden Superhochton.
Wer den Beyerdynamic DT770 Pro liebt, wird den Fostex ebenfalls lieben, denn dieser stellt in allen klanglich relevanten Bereichen eine Verbesserung zu diesem dar. Portabel ist der Kopfhörer aber sicherlich nicht.
Ab und zu gibt es einen neuen "Drop" auf Massdrop und inklusive der bei der Ankunft fälligen Einfuhrabgaben habe ich etwas unter 500€ für den Fostex bezahlt - ein Preis, den er allemal wert ist.


Review: ich hatte eines in Planung, habe jedoch noch nicht damit begonnen


Bügelkopfhörer, über 1000€:

Mit meinem Audeze LCD-X und Sennheiser HD 800, der besonders für Klassik mein Liebling ist und auch bei elektronischer Musik durch einen schnellen Bass überzeugen kann, auch wenn dieser nicht linear bis in den Tiefbass hineinreicht, sondern dahin moderat abrollt, bin ich im > 1000€-Bereich eigentlich ganz gut zufrieden und es gibt nur sehr wenige andere Modelle, die hier noch interessant für mich wären, weshalb es auch in diesem Jahr dabei bleibt, dass der Sennheiser in dieser Kategorie für mich gewinnt.
Ausgewogen abgestimmt mit einer leichten Badewanne stellt sich die Klangsignatur dar; die Bühne ist sehr breit und trennt Instrumente wie ein Seziermesser enorm präzise, obwohl ich mir verhältnismäßig etwas mehr räumliche Tiefe wünsche. Die Detailauflösung befindet sich auf einem hohen Niveau und der Bass kommt sehr trocken und straff für einen dynamischen Bügelkopfhörer.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/07/hd-800.html




DAPs, bis 100€:


Der Hidizs AP60 (Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2016/10/Hidizs-AP60.html) konnte und kann mich insgesamt nicht wirklich überzeugen, also holt sich dieses Jahr mit großem Vorsprung der AGPTek C05 in der Kategorie der Player bis 100€ den Gesamtsieg. Ein rauscharmer Klang in Verbindung mit einer niedrigen Ausgangsimpedanz, internem Speicher und einem Speicherkarten-Slot sprechen für den Player, ebenso wie seine kompakten Abmessungen, Bluetooth und sein gutes FM-Radio.
Perfekt ist er aber nicht, denn mehr als 30 Lautstärke-Stufen dürfte er gern besitzen und auch ist es etwas umständlich, dass für eine alphabetische Sortierung der Ordner und Dateien ein Sortier-Programm am Computer herangezogen werden muss.
Trotz dieser zwei Schwächen überwiegen die positiven Eigenschaften dieses Players dennoch sehr deutlich und er zeigt, dass man auch für sehr wenig Geld einen einwandfrei transparenten Klang sowie eine tolle Ausstattung bekommen kann.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2016/03/AGPTek-C05.html

Amazon: http://amzn.to/2gAoKi1



DAPs, bis 100€:

Auch dieses Jahr gewinnt mein SanDisk Sansa Clip Zip mit RockBox als Betriebssystem in der Kategorie der Player bis 100€ einen Award, aber nicht mehr den Gesamtsieg. Diesen Player verwende ich hauptsächlich zum Sport, wofür ich die Einstellungen (dank der Alternativ-Firmware RockBox) auf meine Bedürfnisse angepasst habe.
Mit einer Ausgangsimpedanz von unter einem Ohm eignet er sich auch hervorragend für In-Ears mit mehreren Balanced Armature-Treibern, dazu hält sich das Grundrauschen erfreulich in Grenzen. In ruhiger Umgebung zu Hause erscheint mir der Klang etwas verwaschen und der Bass nicht ganz so gut differenziert (mit hochwertigen In-Ears), das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau und fällt beim Sport auch nicht negativ auf (es sei denn natürlich, man hört bei sehr hohen Pegeln, was ich als Leise-Hörer jedoch nicht mache).
Lediglich eine Unterstützung von Kabel-Fernbedienungen fehlt ihm zum perfekten Sport-Begleiter.

Review: Vielleicht folgt mal bei Lust und Zeit ein kleines Review inklusive Zeigen meiner Einstellungen.

Amazon: http://amzn.to/1mE2l3f


DAPs, bis 300€:

Einzug gehalten hat dieses Jahr ein Apple iPod Nano 7G, der als Gesamtpaket ein für mich (sehr) überzeugender Player ist. Benutzt habe ich ihn noch nicht so häufig, obwohl ich ihn seit mehr als einem halben Jahr besitze, aber bei Spaziergängen ist er ein gelegentlich gern genutzter Begleiter.
Dass Apple die iPod Software der neueren Modelle jenseits des letzten iPod Classic sehr gut umgesetzt hat, ist kein Geheimnis, und die Bibliotheksdarstellung ist sehr übersichtlich, logisch als auch schnell und verzögerungsfrei reagierend (zudem ist er einer der wenigen Player, die den "Album Artist" Tag unterstützen). Mit seiner geringen Ausgangsimpedanz (ich glaube, irgendetwas um 1 Ohm - einer Messung habe ich ihn bis jetzt noch nicht unterzogen) und dem guten FM Radio ist er ein kleiner, aber klangstarker Begleiter, den ich bis jetzt, sofern ich mich nicht irre, mit dem Tomahawk, q-JAYS, Delta V-II, ATH-MSR7, Pinnacle P1 und T50RP MK3 verwendet habe.
Einzig finde ich, dass er etwas zu flach ist und dadurch nicht so gut in der Hand liegt. Bei Gelegenheit baue ich vielleicht eine gute Hülle mit einem Clip für den iPod.


Review:
nicht geplant, jedoch folgen ggf. mal RMAA-Messungen unter Last, wenn ich die Zeit dazu finde

Amazon: http://amzn.to/2gLOLMB


DAPs, über 500€:


Überzeugt hat mich der Cowon Plenue M2, der dieses Jahr frisch auf den Markt gekommen ist.
Sein interner Speicher beträgt 128 GB, die via Micro SD-Slot noch erweitert werden können (Speicherkarten werden sehr schnell eingelesen). Im schicken CNC-gefrästen Aluminium-Gehäuse steckt ein Player mit einem sehr reaktionsfreudigen Touchscreen mit einer sehr gut durchdachten Menü-Oberfläche, die logisch aufgebaut ist, eine gute Bibliotheksdarstellung besitzt und sogar noch eine praktische Suchfunktion parat hat.
Geregelt wird die Lautstärke in feinen 0,5 dB Schritten und der Kopfhörerausgang des Players zeigt sich in Sachen Rauschverhalten sehr vorbildlich und besitzt eine niedrige Ausgangsimpedanz.


Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/10/Cowon-Plenue-M2.html

Amazon: http://amzn.to/2fESxpf



DAPs, über 500€:



Einen einzigen Gold-Award gibt es in diesem Jahr nicht in der Kategorie der Audio-Player im Preisbereich oberhalb von 500€, denn der mobile Cowon darf sich den ersten Platz mit dem Shinrico SHD5 teilen. Der stationäre Desktop-Audio-Player ist sehr hochwertig verarbeitet, schwer und besitzt eine durchdachte und logisch aufgebaute Benutzeroberfläche, die einen besonders guten Wiedergabebildschirm besitzt. Um meine digital gespeicherten Musik-Alben unkompliziert und Betriebsgeräusch-frei von meinen externen Festplatten wiederzugeben, ist er mein idealer Partner.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/12/Shinrico-SHD5.html







Kopfhörer-DACs, bis 200€:

Eine preiswerte ESS Sabre-Lösung mit sehr feinfühliger Lautstärkeregelung stellt der HiFime 9018d dar, welcher um die 100€ kostet und auch dieses Jahr wieder einen goldenen Lounge-Award in dieser Kategorie abräumen kann. Sehr praktisch ist auch das Display, welches die Lautstärke und Sampling-Rate anzeigt, dazu lässt sich beim Starten die Bildschirm-Helligkeit dimmen und zwischen zwei Digtalfiltern wählen.
Mit einer Ausgangsimpedanz mickrigen etwa 0,1 Ohm eignet er sich hervorragend für Mehrtreiber-In-Ears mit variierendem Impedanzgang.
Die Bühne ist recht breit und der Hochton Sabre-typisch schnell; sein einziger Pferdefuß ist das hohe Grundrauschen.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/09/HiFime-9018D.html



Kopfhörer-DACs, bis 500€:


Der Chord Electronics Mojo hat schon einige internationale Preise abgeräumt und wird im World Wide Web beinahe bis zum Gehtnichtmehr gehypt.
Perfekt ist er meiner Ansicht nach aber nicht, aus diversen Gründen, die ich ausführlich in einem mehrteiligen Review näher beleuchtet habe. In Verbindung mit einem separaten Kopfhörerverstärker ist er dann im Stack aber doch noch eine (sehr) gute Lösung für In-Ears, denn hochohmige Bügelkopfhörer stellen für ihn sowieso kein Problem dar und auch mit wirkungsgradschwachen Kopfhörern wird er problemlos fertig, denn seine Leistungsausgabe ist recht brachial und er besitzt einige Lautstärkereserven.
Auch wenn mir Chord Electronics mittlerweile als Firma aus diversen Gründen, die das Auftreten der beiden "wichtigsten Männer" des Konzerns betreffen, extrem unsympathisch geworden ist (noch mehr als zu Anfang), erlangt der Mojo diese Auszeichnung. Der Grund: ich bewerte nicht die Firma, sondern den DAC.


Reviews: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/search/label/Chord%20Electronics?&max-results=9

Amazon: http://amzn.to/2bBVXGc





Photo 8 of 61
Kopfhörerverstärker/DAC-Amps:

Eigentlich hatte ich ein Review geplant, es bis jetzt aber noch nicht angegangen - mein treuer Leckerton Audio UHA-6S.MKII hätte es zumindest verdient.
Mein auf Wunsch Gain-reduziertes Modell, das ich direkt von Nick Kettman (, welcher übrigens ein überaus hilfsbereiter und kompetenter Korrespondenz-Partner ist), dem Mann hinter Leckerton Audio, aus Amerika gekauft hatte, ist ein treuer und zuverlässiger Begleiter.
An Eingängen bietet der UHA-6S in der zweiten Generation (die erste besaß ich ebenfalls) einen USB-, optischen sowie koaxialen DAC-Eingang und auch einen analogen Audio-Eingang.
Die Ausgangsimpedanz liegt unter einem Ohm, dazu gibt es im Low Gain meines Gain-reduzierten UHA-6S praktisch kein Rauschen, auch wenn ich sehr empfindliche In-Ears verwende.
Den Klang würde ich als eine ganz minimal sanftere Adaption von neutral beschreiben.

Review: 
vielleicht im Verlauf des nächsten Jahres, denn der UHA-6S.MKII verdient es definitiv



Portable Lautsprecher:

Sein Name ist zwar nicht unbedingt der einfallsreichste, aber der günstige Xiaomi Mi Square Box Bluetooth
Speaker ist nicht nur sehr klein und günstig, sondern klingt auch angesichts des Preises und der Größe sehr überzeugend und besitzt einen überraschend guten Tiefgang (Midbass doer Tiefbass darf man aber selbstredend nicht erwarten), bei einem ausgewogenen Frequenzgang.
"Verpackt" ist der kompakte Stereo-Bluetooth-Lautsprecher in einem sehr hochwertig erscheinenden Aluminium-Unibody und sieht sehr elegant und und gar nicht günstig aus.
Den Preis des Lautsprechers finde ich gegeben des Gesamtpakets geradezu lächerlich gering und habe mich auch in ihn verliebt - beim Duschen oder auch sogar gelegentlich zum entspannten Hören von Musik nutze ich den Lautsprecher sehr gern und habe mich ein wenig in ihn verliebt, auch wenn man natürlich beim Preis und der Größe keine Wunder erwarten darf und ich den Lautsprecher auch definitiv nicht hypen will, obgleich ich ihn großartig finde.
Abstriche muss man in Sachen Verbindungsmöglichkeiten und Steuerelementen machen, denn abgesehen von der kabellosen Bluetooth-Verbindung und einer multifunktionalen Taste (Einschalten/Ausschalten/Wiedergabesteuerung) gibt es keine anderen Möglichkeiten zur Interaktion.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/10/Xiaomi-Bluetooth-Speaker.html

Amazon: http://amzn.to/2epoznc



Bluetooth:

Der Mass Fidelity Relay ist ein stationärer Bluetooth-DAC aus Kanada, der mich richtig überzeugen konnte: klanglich komplett neutral und vor allem gänzlich transparent spielt der DAC, welcher mit einer guten Auswahl an Zubehör daherkommt. Was mich klanglich am meisten überzeugen konnte: mit Geräten, welche den aptX oder AAC over Bluetooth Standard beherrschen, klang der Relay für mich selbst mit kritischen In-Ears genau so gut wie ein kabelgebundener DAC. Chapeau.

In Sachen Bluetooth gab es keine wirklichen neuen Produkte im Test und persönlichen Bestand, also erhält der Relay (zurecht) dieses Jahr erneut eine Auszeichnung von mir, zumal er das erste Bluetooth-Gerät ist, bei dem ich keinen Unterschied zur kabelgebundenen Wiedergabe im Direktvergleich heraushören kann.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.de/2015/09/Mass-Fidelity-Relay.html

Amazon: http://amzn.to/1mE2rYR






Zubehör, bis 50€:

Earhoox heißen die Ohrbügel aus England, die man auf sehr viele Earbuds und die EarPods von Apple aufziehen kann.
Die ergonomisch geformten und weichen Haken bestehen aus Silikon und haken sich im Ohr ein, wodurch der Sitz der Earbuds verbessert wird und diese besser halten, ohne herauszufallen (auch ein Handstand ist dann möglich). Praktischerweise befinden sich in jeder Packung der in verschiedenen Farben erhältlichen Earhoox auch zwei Paare in unterschiedlichen Größen, weshalb sowohl Menschen mit großen als auch jene mit kleinen Ohrmuscheln einen guten Sitz erzielen sollten.
Ich zumindest möchte beim Laufsport, wo hauptsächlich meine EarPods zum Einsatz kommen, die Earhoox nicht mehr missen.









Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/02/Earhoox.html

Amazon: http://amzn.to/2guPaim



Zubehör, bis 200€:

Wenn man mal über den Preis der DIGNIS LAETUS Echtleder-Hülle für den Chord Electronics Mojo DAC hinweg sieht, bekommt man eine perfekt verarbeitete, sehr hochwertige und passgenaue Hülle, die den britischen DAC gut schützt und kaum dicker macht.
Alle Anschlüsse bleiben dabei trotzdem gut erreichbar und auch die Beschriftung der drei Tasten bleibt erhalten.
Ich kenne schon einige Hüllen von DIGNIS und alle sind top verarbeitet, sehr hochwertig und sitzen passgenau. Die Hülle für den Chord Mojo stellt hier keine Ausnahme dar und ist meiner Meinung nach auch hochwertiger und eleganter als die offizielle Hülle von Chord Electronics.

Review: http://kopfhoerer-lounge.blogspot.com/2016/09/Dignis-Mojo.html


GearBest