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iBasso DX200 - [Preview] 🇩🇪

Prolog:

Eigentlich wollte ich noch das eine oder andere "private" Review beginnen und fertigstellen und auch die Reviews der beiden neuen Etymotic ER•4 hochladen, doch gibt es eine Rezension, die mich in der letzten Zeit recht eingespannt hat und auch daran hinderte, meine "privaten" Rezensionen von drei im letzten Jahr gekauften Kopfhörern zu beginnen (Fostex x Massdrop TH-X00, Audio Technica ATH-MSR7, Fostex T50RP MK3). Auch hat mich diese Rezension zeitlich bis jetzt davon abgehalten, ein für meine Bedürfnisse vermeintlich perfektes stationäres Audio-Produkt zu kaufen, zu dem ich dann wahrscheinlich auch den einen oder anderen Artikel veröffentlichen würde.


Die Rede ist von iBassos neuem Flaggschiff-Audio-Spieler, dem DX200. Dass die fertige Rezension sehr umfangreich und ausführlich wird, merke ich jetzt schon anhand der Seiten, die bereits mit Text gefüllt sind. Auch wird mein Review des DX200 etwas anders als meine früheren ausfallen, da ich es, im Gegensatz zum sonstigen Großteil meiner Reviews, nur in einer Sprache veröffentlichen werde. Bilingual zu schreiben und zu veröffentlichen, ist mir mittlerweile einfach zeitlich und nervlich "(way) too much". Das mache ich mental einfach nicht mehr mit und bin geistig erschöpft. Deshalb werden zukünftige Rezensionen (die der beiden neuen Etymotic In-Ears mal abgesehen) vorerst nur noch auf Deutsch oder Englisch veröffentlicht, aber nicht mehr in beiden Sprachen. Bei der Rezension des DX200 fiel meine Wahl dabei auf die englische Sprache. Dies ermöglicht es mir auch, mich intensiver mit einem Produkt zu befassen und möglicherweise noch genauer auf es einzugehen (so, wie es bereits bei der begonnenen DX200-Rezension der Fall ist).
Bis die englischsprachige Rezension jedoch fertig ist, will ich es mir nicht nehmen lassen, ein kurzes Preview auf Deutsch zu schreiben, in dem ich in Kürze auf die wichtigsten klanglichen und Ausstattungs-technischen Eigenschaften des Players (auf Deutsch) eingehe und meine Messungen, die sich auch im vollständigen Review wiederfinden werden, veröffentliche.

Erhältlich ist der DX200 mittlerweile übrigens auch bei Amazonhttp://amzn.to/2stg4xJ


Hier also nun mein Preview mit den wichtigsten Eigenschaften des Players:


Ausstattung, Anschlüsse:

Das Verstärker-Modul ist austauschbar. In der Zukunft wird es höchstwahrscheinlich also weitere Module als Zubehör geben.
Durch den unsymmetrischen Ausgang ist eine Ausgangsspannung von 3 V RMS (bei einer 64 Ohm-Last) möglich, während über den symmetrischen Ausgang sogar 6 V RMS erreicht werden können.

Weitere Ausstattung: WiFi, Bluetooth, USB-DAC, optischer Digitalausgang, elektrischer Digitalausgang, Line Out


Google PlayStore:

Einen PlayStore besitzt der DX200 nicht und wird ihn wohl auch nie bekommen. Teilweise hängt dies wohl damit zusammen, dass des anscheinend in manchen Teilen der Welt, besonders im asiatischen Raum, geografische Restriktionen bezüglich des Funktionsumfanges seitens Google gibt und manche Google-Server zeitweise von manchen Ländern gesperrt werden.

Custom-ROMs mancher nicht von iBasso angestellter Nutzer mit PlayStore-Einbindung für alle, die auf diese Funktion nicht verzichten wollen, sind aber in der Mache.

Zudem lassen sich die meisten Apps dennoch auf dem DX200 installieren, jedoch nur manuell, indem man die .apk-Dateien und gegebenenfalls weitere zugehörige Dateien (bei größeren Apps) per Computer auf den internen Speicher des DX200 kopiert. Dies ist zwar nicht so bequem wie der Download per Play Store, aber immerhin kommt man so doch noch in den Genuss von verschiedenen Apps. Tidal, Spotify und Soundcloud funktionieren übrigens problemlos und auch die Offline-Wiedergabe ist möglich.
Auch Google Chrom lässt sich installieren und ist weitaus stabiler als der Standard-Browser. Die YouTube-App und andere Apps, welche die Google Play-Zertifizierung benötigen, funktionieren nicht.


Benchmark, Performance:

Der Player schneidet in Sachen Benchmark gut aus und liegt beim Single-Core Test nur etwas hinter meinem Asus Nexus 7 Tablet (zweite Generation), während der DX200 im Multi-Core Test doch tatsächlich mein Tablet abhängt.
Im Gebrauch macht sich die gute Performance definitiv bemerkbar, so sind Animationen sehr flüssig, selbst installierte Apps starten sehr schnell und sogar GTA: San Andreas läuft selbst mit hochauflösenden Grafik-Einstellungen sehr flüssig, was definitiv für die Performance des iBasso spricht.


User Interface, iBasso-Player:

Abgesehen von den fehlenden Google Play-Diensten weicht das UI nur kaum vom Standard-Android-6-OS ab.
iBassos Player-Oberfläche ist sehr modern und überzeugt durch eine aufgeräumte, logische Darstellung. Praktisch ist dabei auch die Möglichkeit, Alben/Ordner/Titel/Interpreten/... durch Halten des jeweiligen Elementes und Drücken auf das auftauchende "+"-Symbol zu einer Warteliste hinzuzufügen.
Auch Playlisten lassen sich in der Software erstellen, bearbeiten und umbenennen.

Nur eine Such-Funktion vermisse ich persönlich etwas. Aber mal sehen, ob diese irgendwann mal per Software-Update kommt.

Wer auf Streaming und Animationen verzichten kann, wird vielleicht iBassos Mango-Alternativfirmware nutzen, in welche sich auf dem Ausschalt-Bildschirm booten lässt. Danach bootet der DX200 immer in Mango OS, bis man in den Einstellungen wieder Android als Betriebssystem auswählt.
Mango OS ist weitestgehend mit der Oberfläche des DX80 vergleichbar, weshalb ich hier einfach mal auf mein Review verweise.


Streaming:

Die WiFi-Signalstärke des Players ist sehr gut und steht meinem Laptop und Tablet in nichts nach.
Einziger Nachteil: mit empfindlicheren Kopfhörern manchmal Interferenz-Geräusche im linken Kanal bei eingeschaltetem WiFi (/edit: diese treten nur im 2,4 GHz WiFi Bereich auf, jedoch nicht, wenn der Router im 5 GHz Bereich sendet).




Klang:

Lautstärke-Regelung:

Über 200 Schritte in Mango OS bei 0,5 dB je Schritt.

App-übergreifend 150 Schritte in Android OS mit 0,5 dB Skalierung je Schritt im oberen Regelbereich und größeren Schritten im unteren. Sehr geringe Abhörlautstärken auch mit sehr empfindlichen In-Ears möglich.


Ausgangsimpedanz:

Angegeben werden von iBasso 0,3 Ohm über beide Kopfhörer-Ausgänge. Meine Messungen mit dem kritischen Ultimate Ears Triple.Fi 10 als Last bestätigen dies:


Damit ist der DX200 für alle Multi-BA In-Ears mit einem kapriziösen Impedanzverlauf ebenfalls bestens geeignet.


Rauschverhalten:

Sehr gut.

Nur sehr geringes Grundrauschen über den unsymmetrischen Ausgang - in Verbindung mit sehr empfindlichen In-Ears (Shure SE846, Ostry KC06A) geringfügig mehr wahrnehmbares Rauschen als beim rauschfreien DX90/UHA-6S.MKII/L3 Pro, jedoch nochmal geringfügig weniger als beim hier bereits sehr guten Cowon Plenue M2. Weniger Rauschen als beim Chord Mojo, der bereits ein relativ geringes Grundrauschen besitzt, jedoch nicht gänzlich rauschfrei ist. Der DX200 besitzt deutlich weniger Grundrauschen als der DX80.

Wie zu erwarten war, ist das Grundrauschen über den symmetrischen 2,5 mm Ausgang ob der brachialen Leistungsausgabe ebenjenes etwas höher, liegt jedoch noch immer geringfügig unter dem des Chord Mojo.


Subjektiv empfundener "Eigencharakter":

Neutral, linear, unverfälscht - praktisch kein Eigencharakter wahrnehmbar. Transparent, gut getrennt, sauber.